„Trotz Krone bleibe ich Knecht“

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150 Gäste verabschieden Realschul-Rektor

Bretten. Schick sieht er aus. Er trägt ein weißes Hemd und hat ein paar graue Haare. Außerdem ist er wohl streng, man kann jedoch durchaus seinen Spaß mit ihm haben. Vor allem aber hat er in seiner Schule das „Oberkommando“: Knackig und prägnant beschreiben die Fünftklässler der Max-Planck­-Realschule (MPR) ihren Noch-Rektor Martin Knecht. Mehr in die Tiefe gehen dann die Grußworte der Vertreter aus Politik und Schule bei seiner Verabschiedungsfeier am Freitagabend im Musiksaal der MPR – und bei dieser zeichnet sich durchweg das Bild ab von einer kompetenten und geschätzten Persönlichkeit mit Mut zur Veränderung, Gelassenheit und Durchsetzungsvermögen. Oder, wie Konrektorin Angela Knapp es sichtlich gerührt formuliert: „Du warst für die MPR ein Glücksfall.“ Rund 150 Gäste sind gekommen, um dem Rektor für sein Engagement zu danken und ihm für die Zukunft alles Gute zu wünschen. Aus Berlin und Düsseldorf eigens angereist sind auch seine Söhne Matthias und Christoph mit Frauen sowie die vier kleinen Enkel Julius, Oskar, Leni und Lui. Eine Bühne ist aufgebaut, dahinter laufen auf einer Leinwand Schnappschüsse und Anekdoten aus Knechts Ära, wie etwa Festreden oder treffende BNN-Schlagzeilen. Ebenso bunt ist die Vielfalt der gebote­nen Beiträge. So sind Schulorchester und Schulband mit rund 30 Musikern vertreten und sprengen damit beinahe die Kapazität der kleinen Bühne. Solisten beeindrucken mit ihren Darbietun­gen, ein Trio bringt südamerikanische Klänge in den Raum, und die elf­jährige Simona Al­banese gibt eine ei­gene Tanzchoreografie zum Besten.
Als Lehrerchor tritt das Kollegium auf und singt humorvolle Strophen über den Chef als „Lehrer aus Leidenschaft“ oder als Opa, der „mit den Enkeln auf Tour“ geht. Schließlich zeigen die Kollegen noch einen Überraschungsfilm, in dem unter anderem die Fünftklässler mit der Charakterisierung ihres Rektors zu Wort kommen. „Danke aus ganzem Herzen“ sagt Eli­sabeth Groß vom Staatlichen Schulamt Karlsruhe. Als „Krönung seines Lebens­werkes“ überreicht die Schulamtsdirektorin dem MPR-Chef eine überdimensionierte Krone. Zur Freude der Gäste schnappt sich der Geehrte daraufhin spontan das Mikrofon und versichert: „Trotz Krone bleib ich Knecht.“

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MdL Joachim Kößler (CDU) erinnert in seiner Rede an Knechts Einsatz für den Erhalt der Realschule. „Ich weiß noch, wie er die Schule verteidigt hat. Ohne ihn würde sie heute vielleicht nicht mehr bestehen“, sagt er. Lobende Worte kommen auch von Oberbürgermeister Martin Wolff . „Dir ist es gelungen, diese Schule zu einer exzellenten Bildungseinrichtung zu formen.“
„Herr vergib ihnen, dass sie so maßlos übertreiben“, wehrt der künftige Pensionär humorvoll die zahlreichen Glückwünsche ab und erntet dafür reichlich Gelächter. Nun ist es an ihm zu danken: allen voran seiner Familie, dann seinen guten Freunden und Kollegen. Er spricht über seine Erfahrungen, über das gute Klima an der Schule und über das, was er vermissen werde. Vermissen werden ihn wohl auch seine Kollegen; unter Tränen verkündet Konrektorin Knapp: „Der Tag ist gekommen, den wir nie haben wollten.“ Jedoch: Obwohl ihr treuer Knecht nach 27 Jahren jetzt ein freier Mann ist, muss die Schule nicht gänzlich auf ihn verzichten. „Das pädagogische Feuer brennt noch immer“, versichert er. Und selbstverständlich werde er „dieser unserer Schule verbunden bleiben.“

BNN Artikel 23.07.2018 | Catrin Dederichs

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Rektor Knecht verabschiedet

Lässt Farbe(n) sprechen: Schulleiter Martin Knecht vor einem Kunstwerk in der Max-Planck-Realschule Bretten. Den scheidenden Rektro reizten immer Widersprüche – beispielsweise studierte er katholische Theologie und Biologie. | Foto: Kampf (BNN)

„Widersprüche haben mich besonders gereizt“

Mit Martin Knecht, der am heutigen Freitag offiziell aus dem Schuldienst verabschiedet wird, geht ein nicht alltäglicher Pädagoge: Das fängt schon mit den Fächern an, die der junge Martin einst studierte: Biologie und katholische Religionslehre. „Das sind total verschiedene Fachrichtungen, vor allem, wenn es um die Diskussion über Schöpfung und Evolution geht“, sagt Knecht. Widersprüche hätten ihn „schon immer besonders gereizt.“

Mit Soldaten und Schülern über Widersprüche diskutiert

Auch die Tatsache, dass der aus einer christlich geprägten Lehrerfamilie stammende Knecht (der Großvater etwa war Realschul-Rektor in Singen) zunächst Offizier bei der Luftwaffe wurde, passt zu diesen Widersprüchen: „Ich habe mir die Entscheidung, zur Bundeswehr zu gehen, nicht leicht gemacht. Aber ich wollte im Notfall meine Familie und mein Land verteidigen.“ Als Offizier lernte Knecht Menschenführung, lernte, wie man mit Schwächeren umgeht – eine Eigenschaft, die ihm später als Schulleiter sehr zugute kam. Und er wurde in Methodik und Didaktik geschult – eine Ausbildung, „die heutzutage eigentlich jeder Schulleiter machen müsste“. Weil Schulleiter, so sieht es Knecht, „ist ein eigener Beruf“.
Mit den Soldaten seiner Kompanie diskutierte der junge Leutnant auch schon mal über Krieg und Frieden – mit den Neunt- und Zehntklässlern seiner Realschule später über Schöpfungsglaube und Evolution – ebenfalls Widersprüche. Er selbst glaube, „dass hinter allem eine größere Macht steckt“, erzählt Knecht im BNN-Gespräch, und, dass es nach dem Tod irgendwie weitergehe. Apropos Tod: Eine „Todsünde“ beging er nach eigenem Bekunden 1978, da hatte er gerade seine Zweite Staatsprüfung mit Auszeichnung bestanden: „Ich bin als Freiburger von Freiburg weggezogen.“

2018 erstmals im Gewand an Peter und Paul

Die erste Station des jungen Pädagogen: Bretten, Max-Planck-Realschule. „Ich hatte anfangs Riesenheimweh. Aber meiner Frau hatte hier eine Stelle – und die Kinder hatten bald ein gutes soziales Umfeld.“ Eine Heimat fand Knecht damals in der katholischen Kirche, wo er bald als Pfarrgemeinderat wirkte. Ein Vereinstyp war er nie, „leider“, wie der 65-Jährige heute einräumt. Immerhin: An Peter und Paul 2018 zog er erstmals im Mittelaltergewand durchs Fest. „Das hat mir gefallen. Man gehört dann irgendwie dazu“, lautet sein Fazit.

Erstmals im Peter-und-Paul-Gewand: Martin Knecht. | Foto: pr (BNN)
 

Der Junglehrer muss keinen schlechten Eindruck beim Oberschulamt hinterlassen haben, wurde er doch 1983, gerade mal fünf Jahre nach „Amtsantritt“, zum Multiplikator der neuen Bildungspläne für Biologie ernannt. Und einige Monate später ernannte ihn die Behörde zum Fachberater für katholische Religion beim Staatlichen Schulamt Karlsruhe, wo er gut 20 Jahre lang Kollegen im Bereich Religionspädagogik schulte.

Eine seiner Ideen war (und ist) dabei die Farb- oder Symboldidaktik. Ein Beispiel: Beim Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15, 11ff.) lässt er die Schüler mit Farben arbeiten, die die jeweiligen Emotionen vermitteln sollen. „Der Schüler muss sich mit jeder einzelnen Perspektive befassen.“ Unzählige Fachbeiträge, Bücher (unter anderem „Lebendige Bibelarbeit“, gemeinsam mit seinem Vater Lothar verfasst), hat Knecht dabei erstellt. Seit 1985 wirkte er zudem als Lehrbeauftragter beim Staatlichen Seminar für schulpraktische Ausbildung und bildete 13 Jahre lang Referendare aus. „Das war eine intensive Zeit, denn ich war ja hauptsächlich auch noch Lehrer hier.“

Als Rektor Farbe in die Schule gebracht

Nach drei Jahren als Konrektor an der Albert-Schweitzer-Realschule Bruchsal stellte sich Knecht im Mai 1991 die Frage: Gehe ich zurück nach Bretten? Hier war nämlich zwischenzeitlich die Rektorenstelle an der Schule freigeworden, in der Knecht 1978 angefangen hatte. Die Bewerbung war erfolgreich. „Ich war damals 36, und ich glaube, der jüngste Schulleiter im Land“. Eine der ersten Amtshandlungen war die farbliche Umgestaltung der fast ausschließlich in Brauntönen gehaltenen Schule. Gemeinsam mit Jürgen Schmid und Rainer Martus setzte er das rot-blau-gelbe Farbkonzept um, das auch heute noch überall die Schule ziert.
Zwei Schulerweiterungen, ein neues Foyer und eine Mensa sind die Bilanz von Knechts Amtszeit, doch der Rektor prägte vor allem die „innere Entwicklung“: Längst gehe es neben Bildung um Mobbing, den Umgang mit Verhaltensregeln, Konfliktmanagement, Gewalt- und Suchtprävention, Streitschlichtung und Toleranz. Er setze dabei mehr auf „Einsicht“ denn auf Strafe. Und ist bisher so schlecht nicht damit gefahren: „Wir haben jedes Jahr rund 800 Schüler. Und die, mit denen es echten Ärger gab, kann man an einer Hand abzählen.“

BNN Presseartikel von Thilo Kampf | 20.07.2018

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MPR Schüler erleben Jahrhundertsommer in Wales

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein den ganzen Tag und Temperaturen um die 25 Grad, diese Wetterbedingungen begleiteten 48 MPR-Schüler mit ihren Lehrern Silke Maier, Wolfgang Dresler und Mila Granov eine Woche auf ihrer Rundreise durch Wales.  Und dann passte es auch, dass überall der Duft von Salzwasser und Algen in der Luft lag, wenn man auf dem Welsh coast path unterwegs war. Kleine hübsche Fischerstädtchen, frisch geweißte achteckige Leuchttürme, Wildpferde, verträumte einsame Buchten, die Schüler waren begeistert von der atemberaubenden Landschaft im Südwesten von Wales. Die Küstenwanderung in Pembrokeshire, die auch dieses Jahr wieder auf dem Programm stand, ließ viele die Strapazen dieser anstrengenden Wanderung in der prallen Sonne vergessen, hatte man doch einen herrlichen Ausblick auf das türkisfarbene Wasser des Atlantiks und die schroffe, rötlich leuchtende Felsenküste.

In der Partnerstadt Pontypool wurde man auf das Freundlichste empfangen. Vertreter des Gemeinderats fanden zur Begrüßung herzliche Worte und der Rektor der Westmonmouth School hatte mit einigen Kollegen ein kleines Programm vorbereitet. So nahmen Schüler an einer Theater – AG teil, andere backten scones (kleine Rosinenbrötchen) in der Schulküche und einige lernten in einer Schulstunde Eigenheiten von Land und Leuten in Wales kennen. Wer wusste schon, dass auf ungefähr drei Millionen Einwohner etwas viermal so viele Schafe kommen? Und wer wusste, dass Gareth Bale, der für Real Madrid spielt und einen Marktwert von 90 Millionen Euro hat, aus Wales stammt?
In Cardiff, der Hauptstadt von Wales, besuchten die Schüler Cardiff Castle, das sich mitten im Stadtzentrum befindet.  So ließ sich die Stippvisite beim britischen Adel des 15. Jahrhunderts mit einer Shoppingtour in den benachbarten Einkaufsstraßen verbinden. 

Höhepunkt der Fahrt war für alle die Übernachtung auf der Gower Halbinsel. Eine schmale Küstenstraße führt aus Swansea heraus, vorbei an Weidenlandschaften, überwuchterten Schloss- und Kirchenruinen aus längst vergangenen Tagen, bis die ersten steil abfallenden Klippen auftauchen. Hier befindet sich Three Cliffs Bay, eine Bucht auf der Gower Halbinsel, die ihren Namen von den drei Klippen hat, die sie zum Meer begrenzt. Bei Sonnenuntergang liefen die Schüler durch ein wunderschönes Tal zu dieser Felsenformation. Da Ebbe war, gelangte man direkt zu der Felsenformation und konnte hier im Abendlicht ein letztes Bad in den Wellen des Atlantiks nehmen.

Selbstverständlich stand auch ein Besuch der Hauptstadt Großbritanniens auf dem Programm. In London besuchte man viele Sehenswürdigkeiten, wobei die Tower Bridge die Schüler am meisten beeindruckte. Diese wohl berühmteste Klappbrücke der Welt, die1894 eröffnet wurde, verfügt über zwei Fußgängerübergänge in 42 Meter Höhe, die beide jeweils einen gläsernen Boden haben. Selbst die Schüler mit Höhenangst wagten sich hinauf, und genossen den atemberaubend schönen Ausblick über die Themse. Und was für ein Gefühl, wenn unter einem die roten Doppeldeckerbusse fahren.

Insgesamt war es ein rundum gelungener Aufenthalt für die Schüler der MPR. Und viele werden Großbritannien im Jahr 2019 wieder einen Besuch abstatten.

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111 Realschüler erhalten ihre Mittlere Reife

Entlassfeier an der Max-Planck-Realschule/ Abschlussschüler zeigen Mut und positives Denken

In einer stimmungsvollen Abschlussfeier erhielten nun 111 Schüler der Max-Planck-Realschule (MPR) das Zeugnis der Mittleren Reife. Die stellvertretende Schulleiterin Dr. Angela Knapp begrüßte die Abschlussschüler und deren Familien und gratulierte zu diesem geachteten Abschluss, denn Realschulbildung sei in der Wirtschaft hoch angesehen und habe anerkannte Qualität. Sie zeigte sich stolz über den Erfolg der Brettener Realschüler, bei 10 Schülern stand im Notendurchschnitt sogar die 1 vor dem Komma. Diese Schüler wurden später mit Lob und Buchpreisen geehrt.

Schulleiter Martin Knecht resümierte an diesem Abend in seiner Rede, was die Abschlussschüler neben Mathe, Deutsch und Englisch noch gelernt hatten. Er zeigte auf in welche Zeit – geprägt von Gewalt, Flucht und politischer Machtlosigkeit- die Schüler entlassen werden. Entscheidender als die rein fachlichen Kompetenzen seien für ihn deshalb die Entwicklung von Werten, positiven Eigenschaften und persönliche Prägung. Dann ließ er durch die Abschlussschülerinnen Hannah Mansfeld und Katharina Schlotter die Schüler durch Zitate selbst zu Wort kommen. „Mut, positives Denken, der Glaube an sich selbst, Vertrauen und die Bereitschaft, aktiv zu werden statt sich zurückzulehnen“ hätten die Schüler in ihrer Zeit an der MPR außerdem gelernt. Für Knecht „wesentliche Grundvoraussetzungen, welche in unserer heutigen Welt dringend erforderlich sind.“ Auch die Lehrer hatte der Schulleiter im Vorfeld befragt, was sie von den Schülern der Abschlussklassen gelernt hatten: „Zielstrebigkeit, Kraft, Leistungsbereitschaft und Solidarität“. Er appelliert abschließend, dass die Schüler ihre gute schulische Ausbildung und ihr solides Wertegerüst nutzen, um mit Entschlossenheit für die Welt einzustehen.       

Schulisch hatten sich einige Schüler besonders hervorgetan. In der Sonderpreisverleihung wurde neben einer herausragenden Leistung auch persönliches Engagement geehrt. So erhielt Katharina Schlotter (10d) den Preis für den besten Prüfungsaufsatz im Fach Deutsch. Den Sportpreis bekam Tim Stahlschmidt (10b). Hannah Strobel (10b) wurde dem Sonderpreis für soziales Engagement der Sparkasse Kraichgau ausgezeichnet, den Gesellschaftswissenschaftlichen Preis der Volksbank Bruchsal-Bretten erhielt Nelly Schmidt (10c). Elias Schmalz (10a) wurde für seine herausragenden Leistungen und sein Engagement im Fach Technik geehrt. Den hoch dotierten Dr. Alfred-Neff-Förderpreis erhielt ebenfalls Katharina Schlotter (10d).

Außerdem erhielten die Schüler einen Preis, die in ihrem Abschlusszeugnis nur die Noten 1 und 2 haben. Dies sind: Julia Breuer und Marlene Liese (beide 10a), Johannes Meier (10b) und Katharina Schlotter und Magdalena Schlotter (beide 10d). Ein Lob bekamen Katharina Kraus, Elias Schmalz und Katharina Wipfler (alle 10a), Tamara Weigel (10b), Nelly Schmidt (10c) und Leyla-Fey Altan und Laura Toth von der 10d.

Musikalisch wurde die Entlassfeier vom Schulorchester und der Schulband „MaxVolume“ gestaltet. Außerdem hatte jede Abschlussklasse einen Beitrag  vorbereitet. Neben einer humoristischen Preisverleihung wurden Bilder der Studienfahrten nach Berlin gezeigt, zwei Klassen präsentierten sich musikalisch, einmal sogar mit Unterstützung des Lehrerchors. Nina Frick (10a) bedankte sich als scheidende Schülersprecherin bei Lehrern und Eltern und erinnerte an die ereignisreiche Schulzeit an der MPR.

Da dies nach knapp 30 Jahren als Schulleiter seine letzte Entlassfeier war, Knecht geht zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand, bedankte er sich abschließend bei seinen Lehrern und den Schulsekretärinnen für ihr herausragendes Engagement. Dabei übergab er jedem eine Rose. Die Vorsitzenden des Elternbeirates verabschiedeten sich ebenfalls im Namen der Eltern und sorgten mit einem Delikatessenkorb für einen kulinarisch genussvollen Einstieg in die neue Lebensphase.

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„Pinguin – oder wer könnte ich sein?“

Mit den Lehrerinnen Svenja Bopp und Maria Hauser machte sich auch in diesem Jahr eine Gruppe von Acht- und Neuntklässlern der Max-Planck-Realschule auf den Weg, um hinter die Klostermauern des Klosters St. Trudpert bei Freiburg zu schauen. Dreimal umsteigen und dann zu Fuß den Talweg hinauf von Münstertal ins Kloster der Josephs-Schwestern. Müde aber glücklich angekommen, gab es gleich eine Kostprobe des hervorragenden Essens im Kloster. Hier wird noch mit guten Lebensmitteln gekocht und gebacken. Eine alte Ordensschwester begrüßte die Brettener und freute sich, Jugendliche aus ihrer alten Heimat zu sehen. Schwester Franziska verteilte „Studentenzimmer“ an die Schüler. Jeder und jede fühlte sich gleich wohl und willkommen.

Das Highlight war am Samstag die Führung durchs Kloster mit Schwester Caroline. Sie erklärte den Schülern, wie es zur Gründung des Klosters kam, zeigte der Gruppe das Innenleben des Klosters mit Speisesälen, Gebetsräumen, Klosterkirche, Kreuzgang, Trudpertskapelle, Friedhof und beantwortete am Schluss alle Fragen der Schüler. Und davon gab es sehr viele.

Hier ging es um Tod und Leben und natürlich um die Frage, warum Menschen das Klosterleben wählen. „Das mit dem Gehorsam ist nicht immer so ganz einfach“, so Schwester Caroline.  Auch haben ihre Freunde den Schritt ins Kloster nicht sofort verstanden, aber sie weiß für sich keinen besseren Ort. Das spürt man ihr und den anderen Schwestern an. Wenn alle zusammen sind, wie bei den Tagesgebeten, ist das eine beträchtliche Menge. Es sind 80 Schwestern, die hier gemeinsam leben, beten und arbeiten. Ora et labora, ganz benediktinisch. Neben ganz praktischen Inhalten, wie Perlenschlüsselanhänger in Fischform herstellen, nahmen die Brettener Realschüler auch an der Sonntagsmesse teil und brachten sich dort sogar mit einem Lied ein. Trotz allem blieb noch genügend Zeit für freie Zeit zum Entspannen und gemeinsamem Spiel.

Die Gruppe bekam kurz vor der Abreise noch ein Interview von einem jungen Priester aus Nigeria, der direkt vom Bibelstudium aus Rom gekommen war, um den amtierenden Spiritual Bohnert im Urlaub zu vertreten. Er ermutigte die Schüler, sich im Leben gute Ziele zu setzen und herauszufinden, wo ihr Platz in der Gesellschaft ist. Gott geht mit, das ist die gute Botschaft.

Und die Sache mit dem Pinguin? Das ist eine andere Geschichte…

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Auszeichnung für herausragende Leistungen bei der Beruflichen Orientierung

Rezertifizierung BoriS 2018

BoriS-Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg geht an 15 Schulen in der Region Karlsruhe

Auszeichnung für herausragende Leistungen bei der Beruflichen Orientierung

Baden-Baden, 11. Juli 2018. Das BoriS-Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg zeichnet Schulen aus, die ihre Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise bei der Wahl eines Berufs oder Studiums unterstützen. Im Rahmen einer Feierstunde in Baden-Baden wurde nun 15 Schulen aus der Region Karlsruhe nach erfolgreicher Erstzertifizierung bzw. Rezertifizierung das BoriS-Berufswahl-SIEGEL verliehen.

Viele Jugendliche stehen am Ende ihrer Schulzeit vor der Herausforderung, sich zwischen 350 dualen Ausbildungsberufen, zahlreichen fachschulischen Ausbildungsgängen und einer großen Zahl an Studiengängen entscheiden zu können. Diese Wahl für den eigenen Beruf bestimmt den weiteren Lebensweg maßgeblich und sollte daher möglichst gut vorbereitet sein. Dabei kommt den Schulen und ihren Partnern in Wirtschaft und Gesellschaft eine entscheidende Rolle zu. Mit dem Projekt BoriS- Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg wird die beispielhafte und erfolgreiche Zusammenarbeit beim Übergang Schule – Beruf gewürdigt.

Alle weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg, die an einer Zertifizierung der Qualität ihrer Arbeit durch das Berufswahl-SIEGEL interessiert sind, waren nun zum elften Mal aufgerufen, ihre Leistung unter Beweis und sich dem landesweiten Vergleich zu stellen. Eine Jury aus Vertretern von Unternehmen, Schulen und Bildungsberatern hat die Angebote unter die Lupe genommen und anhand eines einheitlichen Kriterienkatalogs bewertet.

In der Region Karlsruhe gehören in diesem Jahr 15 Schulen zu den Preisträgern. Sechs Schulen haben die Erstzertifizierung, drei Schulen die Rezertifizierung und sechs weitere Schulen die zweite Rezertifizierung (darunter die MPR) erfolgreich durchlaufen und das Berufswahl-SIEGEL somit für drei Jahre (Erstzertifizierung) bzw. fünf weitere Jahre (Rezertifizierungen) erhalten.

Bei den gewürdigten Projekten zur Berufs- und Studienorientierung steht der herausragende Austausch zwischen Schule und Wirtschaft im Vordergrund. Dabei reicht das Spektrum von Schülerfirmen über schulisch organisierte Berufs-Infotage bis hin zu gewachsenen Lernpartnerschaften.

Das Boris-Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg

Das Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg verfolgt im Wesentlichen drei Ziele: Die Berufs- bzw. Studienorientierung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, die Zusammenarbeit von Schulen mit externen Partnern aus-zubauen sowie Transparenz hinsichtlich der Angebote und Aktivitäten zu schaffen. Damit soll der Wettbewerb angeregt und ein möglicher Einstieg in die Qualitätsentwicklung von Schulen aufgezeigt werden. Gleichzeitig wird sicher-gestellt, dass die erprobten Instrumente anderen interessierten Schulen zugänglich gemacht werden und das Netzwerk weiter aufgebaut wird.

Weitere Informationen finden Sie unter www.berufswahlsiegel-bw.de.

Mit dem Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg ausgezeichnete Schulen der Region Karlsruhe

2. Rezertifizierung

Max-Planck-Realschule, Bretten

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KreAktivabend an der Max-Planck-Realschule Bretten

Schüler zeigen in einem bunten Abend ihr musikalisches und künstlerisches Talent

Dass an der Brettener Realschule auch Musik, Theater und Tanz einen großen Stellenwert haben, zeigten die Schüler nun einmal mehr beim traditionellen „KreAktivabend“. Dabei lässt schon der Titel „KreAktiv“, zusammengesetzt aus den Worten kreativ und aktiv, erahnen, wie vielfältig das Programm auch in diesem Jahr war. Traditionell zeigen beim „KreAktivabend“ die verschiedenen musikalischen und künstlerischen Arbeitsgemeinschaften, was sie in dem Schuljahr alles erarbeitet hatten. Die Schülersprecherinnen Jana Müller (9a) und Nina Frick (10a) führten charmant durch den Abend.

Den Beginn machte das Schulorchester unter Leitung der Referendarin Michaela Bleier mit „Clocks“, „Radioactive“ und „Born this way“. Danach spielte die Theater-AG, geleitet von den Lehrerinnen Svenja Bopp und Maria Hauser, zunächst einzelne Stücke aus ihrem Clown-Repertoire und brachte das Publikum so ordentlich zum Lachen. In einem zweiten Teil hatte die Theater-AG die Leitlinien der Brettener Realschule in ein kurzes Theaterstück umgeschrieben. Sie zeigten, wie die Leitlinien der MPR „Menschlich handeln, positiv denken, Rücksicht nehmen“ auch im Alltag der Schüler umgesetzt werden und dass sie sogar für die Bühne taugen. Daneben präsentierte die Tanz-AG der Musiklehrerin Nicola Karich in einem Tanz-Medley, was sie alles in diesem Schuljahr gelernt hatten.

Während Lina Baumann und Ronja Dick, beides Abschlussschülerinnen der MPR, mit „Sweater Weather“ ihr über viele Jahre ausgebildetes Gesangstalent zeigten, überzeugte auch das jüngste Gesangstalent der Realschule Carla Ligotino (5a) mit einem Sologesang.

Nach der Pause begeisterten Ronja Dick (10d) und Mara Dörr (9a) mit einer charmanten Version von „If I ain’t got you“. Dann zeigte das Orchester einmal mehr, welch großes Repertoire sie sich mittlerweile erarbeitet haben. Abschließend spielte die Schulband unter Leitung von Steffi Eckstein „Zombie“ und „Happier“ und ließ mit „Friends“ den abwechslungsreichen Abend ausklingen. Als Allzweckwaffe entpuppte sich dabei der Musiklehrer Johannes Kurz, der neben seiner Orchesterleitung an diesem Abend auch Gitarre und Schlagzeug spielte und den verletzten Sascha Trautz (9a) ersetzte, der wegen eines Bruchs Instrumentenverbot hatte und somit „nur“ in der Band singen konnte.

Martin Knecht, Schulleiter der Brettener Realschule, zeigten sich begeistert von dem künstlerischen Können seiner Schüler und bedankte sich für das Engagement und die Zuverlässigkeit, die die Schüler in diesem Jahr bei dem Besuch einer schulischen Arbeitsgemeinschaft bewiesen hatten. Dies sei heute leider nicht mehr selbstverständlich und zeuge von ihrer positiven Einstellung, so Knecht in seiner Verabschiedung. Weiter dankte er auch den Lehrern, die sich so für die Schule und die Brettener Realschüler einsetzen.

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