Angela Knapp als neue Leiterin der Max-Planck-Realschule eingeführt

Als „KOMPLEXE AUFGABE“ sieht die neue Rektorin der Max-Planck-Realschule Bretten, Angela Knapp, die Weiterentwicklung einer Schule.

„Ich bin eine Idealistin“

Bretten (BNN). Zum Ende des vergangen Schuljahres wurde Martin Knecht, Rektor der Max-Planck-Realschule, in den Ruhestand verabschiedet (die BNN berichteten) und nahtlos trat seine Nachfolgerin und ehemalige Konrektorin, Angela Knapp, den Dienst als neue Schulleiterin an. In dem Jahr zwischen Amtsantritt und offizieller Einführung hat Knapp die Schüler, Eltern und Kollegen von ihren Kompetenzen überzeugen können, was allen Reden und Ansprachen zu entnehmen war.

„Wenn wir den Weg der Zuversicht gehen, durch das Tor der Möglichkeiten, in den Garten der Wünsche, dann finden wir die Blumen des Glücks“. Auf der Grundlage dieses von Angela Knapp gewählten pädagogischen Leitsatzes von Jochen Mariss skizzierte Schulrat Steffen Riedel zu Beginn der Feier den beruflichen Werdegang der neuen Rektorin, der sich farbenfroh und bewegt liest: Verschiedene Studien und Diplomabschlüsse mit allerbesten Noten an den Musikhochschulen in Freiburg, Basel und am Conservatorium in Brüssel. Feste Anstellung an der JMS Freiburg und rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Danach Studium an der PH für das Lehramt an Realschulen in den Fächern Mathematik, Musik und evangelische Religion. Ihre sehr guten Noten und ihr persönliches Interesse führten im Jahr 2006 zur Promotion in Musikwissenschaft und Erziehungswissenschaften an die Philosophische Fakultät der Universität Heidelberg. Seit September 2000 ist sie an der MPR Bretten tätig, erst als Lehrkraft, dann als Konrektorin und nun als Schulleiterin, schilderte Riedel.

„Auch Ihre vielfältigen weiteren Funktionen und Sonderaufgaben sind ein Beleg für Ihre heutige Aufgabe als Schulleiterin“, formulierte der Schulrat. Exemplarisch nannte er Knapps zusätzliche Tätigkeiten als Fachberaterin beim Staatlichen Schulamt Karlsruhe, als Lehrbeauftragte für Schul- und Beamtenrecht am WHRS-Seminar Karlsruhe, ihre Tätigkeit beim Regierungspräsidium Karlsruhe im Bereich Schulverwaltung sowie ihre Tätigkeiten als Prüfungsvorsitzende bei den Staatsprüfungen für das Lehramt an Realschulen.

Oberbürgermeister Martin Wolff schwelgte zunächst in Erinnerungen: „Seit Beginn an ist diese Schule erfolgreich. Bürgermeister Nöltner und ich sind selbst ehemalige Absolventen der MPR“. Die Aufgabe der Stadt als Träger der Schule sei aufgrund der Modernisierungen immer wieder eine Herausforderung. Dabei zeigte sich aber bereits bei der Renovierung der naturwissenschaftlichen Räume eine gute Zusammenarbeit zwischen der MPR und der Stadtverwaltung. Diese Zusammenarbeit habe sicherlich auch mit der neuen Rektorin Bestand. „Alle, die mit dieser Schule in der einen oder anderen Form zu tun haben sind sicher, mit Ihnen wurde eine gute Wahl getroffen“, so Wolff.

Corinna Blume, Vorsitzende des Örtlichen Personalrats Karlsruhe, stellte die Wichtigkeit eines guten Verhältnisses zwischen Kollegium und Schulleitung in den Vordergrund. Dem schloss sich auch Bernd Stäblein an, der als Realschullehrer der MPR für das Kollegium sprach.

Stäblein betonte dabei die Herausforderung der Schulleitungen im Land, die Spannung zwischen Rahmenbedingungen der Kultuspolitik einerseits und der Eigenständigkeit andererseits auszuhalten. Es brauche Mut, eine gewisse Opferbereitschaft und großen Idealismus, sich für ein solches Amt zu entscheiden. Diesen Ansatz bestätigte auch der evangelische Schuldekan Walter Vehmann. Er brachte drei Jonglierbälle mit. Damit symbolisierte er die schwierige Aufgabe einer Rektorin, Eltern, Schüler und das Kollegium stets im Gleichgewicht zu halten und darauf zu achten, dass „keiner auf den Boden fällt.“

Die neue Schulleiterin nahm den Ball auf: „Ja, ich bin eine Idealistin. Somit übernehme ich gerne diese Führungsaufgabe mit all ihren Facetten“. Die Weiterentwicklung einer Schule sei eine komplexe Aufgabe, die sehr hohe Anforderungen an das gesamte Kollegium und die Schulleitung stelle.

Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgten die Schulband, unter Leitung von Stefanie Eckstein, ein Lehrerchor sowie Schüler und Lehrer mit weiteren abwechslungsreichen Beiträgen.

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