Bilingualer Unterricht

Luisa Hauck und Carina Rombach freuen sich auf den Bili-ZugMax-Planck-Realschule Bretten erhält zukunftsweisendes Profil

Die Max-Planck-Realschule (MPR) freut sich, dass sich das Bemühen um einen bilingualen Zug (Bili) ausgezahlt hat. Nach Zustimmung der schulischen Gremien hat nun auch das Kultusministerium grünes Licht gegeben. Die Brettener Realschule erweitert damit das Angebot für interessierte Schüler um ein zukunftsweisendes Profil.

Ab dem kommenden Schuljahr startet eine der 5. Klassen als Bili-Klasse. Diese wird in ihrer Realschulzeit an der MPR in ausgewählten Sachfächern auch in englischer Sprache unterrichtet. Es sind die Fächer EWG (Erdkunde, Wirtschaft, Gemeinschaftskunde) und Musik bzw. Geschichte. Das Konzept des bilingualen Unterrichts ist keinesfalls Neuland für die MPR. Schon jetzt werden in verschiedenen Klassen bestimmte Themen modulartig zweisprachig unterrichtet. Dies wird auch weiterhin der Fall sein. Der bilinguale Zug der MPR jedoch ist ein besonderes Angebot im Bereich der Begabtenförderung, welches den Schülern die einzigartige Chance bietet, kontinuierlich ihre sprachliche Kompetenz zu verbessern und ihr Selbstvertrauen im Bereich der Kommunikation zu stärken.

Was bedeutet bilingualer Unterricht? Es ist Fachunterricht auf Englisch, bei dem die fachlichen Inhalte im Vordergrund stehen. Die englische Sprache wird als authentisches Kommunikationsmittel genutzt. „Im Unterschied zum Englischunterricht werden sprachliche Fehler stärker toleriert, denn der Inhalt steht an erster Stelle“, so Carina Rombach, Realschullehrerin mit Abschluss Europalehramt an der MPR. „Der Unterricht wird zum Sprachbad, welches den Schülern einen angstfreien Umgang mit der Fremdsprache ermöglicht. Diese Form des Sprachenlernens kommt dem natürlichen Spracherwerb sehr nahe und fördert gleichzeitig das Selbstvertrauen der Schüler in ihre sprachlichen Kompetenzen.“

Bilingualer Unterricht ist ein besonderes Angebot für motivierte Schüler, die Freude an der Sprache haben und dazu bereit sind, etwas mehr Zeit an der Schule zu verbringen. Konkret sind das ein bis zwei zusätzliche Wochenstunden.

Damit die fremde Sprache nicht zum Hindernis wird, bieten speziell ausgebildete Bili-Lehrkräfte vielfältige sprachliche Hilfen und Gerüste. Übersetzungen von Fachbegriffen und anschauliches Material erleichtern es den Schülern, Inhalte zu verstehen und sich über diese auszutauschen. Die Schule erhält hierfür zusätzliche Stunden, weshalb die Lehrer kleinschrittiger und intensiver arbeiten können.

Den Schülern wird für ihre Zusatzqualifikation am Ende der 10. Klasse ein einheitliches Zertifikat des Landes überreicht. Aber was genauso wichtig ist: „Wir wollen unsere Schüler bestmöglich auf die Herausforderungen von Beruf und Studium vorbereiten. Das zusammenwachsende Europa fordert eine Fremdsprachenkompetenz, die über die Alltagskommunikation hinausgeht.“, so Luisa Hauck, Bili-Lehrerin an der MPR.

Erdkunde auf Englisch- Die 7a im Bili-Unterricht

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