Glocken läuten am ersten Schülerpilgertag in Bretten

Pilgerweg2014webRealschüler als Pilgerinnen und Pilger unterwegs

„Manchmal war es schwer und eine kleine Herausforderung“, und „Am schönsten war das Zusammensein der zwei Klassen 6a und 6d, etwas Neues ausprobiert zu haben, der eigene Gottesdienst, die schönen Wege durch Wiesen und Wälder, die Salbung mit Öl und überhaupt die tolle Teamarbeit“, so die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler. Der erste Schülerpilgertag in Bretten, den die beiden Religionslehrerinnen Christa Franck und Maria Hauser zusammen mit Tobias Wallbaum durchgeführt haben, hat alle Erwartungen übertroffen. Der Pilgertag war von 7:30 Uhr bis 15:00 Uhr geplant, einschließlich dem Besuch von sechs Brettener Kirchen.

Ausgesendet wurde die Pilgergruppe in der Kirche St. Elisabeth. Ein Pilgerstab mit einer Jakobsmuschel wurde immer voraus getragen und nach einem Stempel im eigens entworfenen Pilgerpass ging es weiter in die Rinklinger Kirche. Das Glockengeläut durch Kirchendienerin Frau Weiß hieß die Erstpilger willkommen und ein kleiner Gottesdienst, den die Schüler selbst vorbereitet hatten, sorgte für die notwendige Aufmerksamkeit.
In Diedelsheim stand mit der Geschichte über „Die Stimme Gottes“ das Meditative im Mittelpunkt. Dankbar für die angenehme Kühle innerhalb der dicken Kirchenmauern und der Information von Kirchendienerin Frau Bornhäußer, dass diese Kirche bis ins Jahr 1500 zurück geht, ging es weiter in die „jüngste“ Kirche St. Stephanus. Diese überraschte mit dem dominierenden tiefen Blau der Kirchenfenster des Künstlers Emil Wachter. Pfarrer Blank, der die zwei Klassen begrüßte, legte den Kindern nahe, beim Pilgern vor allem sein Herz mitzunehmen! Schattenspende Bäume, frisches Wasser und viele kleine „Tischdecken“ ließen den Pilgergrundsatz, dass das Essen immer geteilt wird, am Weckerlesbrünnle wahr werden.

Pfarrer Harald Maiba schließlich begrüßte die Pilgerschar in St. Laurentius und mit verschiedenen Aufgaben, bei denen die katholischen zusammen mit den evangelischen Mitschülern den Kirchenraum erkunden sollten, wurde auch der ökumenische Aspekt des Pilgertags deutlich. In der evangelischen Stiftskirche wiederum durften sich alle einen Lieblingsplatz aussuchen und dort einen „Brief an Gott“ schreiben. Alle Briefe werden zusammen der Kirchengemeinde übergeben und eingebunden in das Fürbittgebet. Eine Salbung mit Olivenöl und Myhrre wurde mit großem Respekt, Freude und Dankbarkeit von allen angenommen. So endete der erste Pilgertag, der durch Straßen und Gassen, Feld- und Wiesenwege, durch Wald und schließlich durch den Rosengarten geführt hatte. Neben den katholischen und evangelischen Schülerinnen und Schülern pilgerten auch muslimische mit. Es ist ein neues Ziel für zukünftige Pilgertage, auch die Moschee einzubeziehen, denn schließlich gibt es das Pilgern in allen großen Religionen. Die Tatsache, dass alle Beteiligten so einen Tag gerne wiederholen würden und weder Handy noch Kopfhörer vermisst haben, spricht für eine Fortsetzung.

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