Jung und Alt lernen sich kennen

SeniorenheimDie Klasse 7a der Max-Planck-Realschule feiert Weihnachten mit den Bewohnern des Seniorenheims Schönblick in Neibsheim

„Wir möchten alten Menschen eine Freude machen“ lautet das Motto der 7a in diesem Schuljahr.  So besuchte die Klasse am 18.12.14 die Senioren in Neibsheim mit selbstgebackenen Plätzchen und  einer interaktiven Weihnachtsfeier im Gepäck. Die Jugendlichen führten eigenständig durch das Programm und begeisterten die Bewohner mit Weihnachtsgedichten, einem Bläserensemble und einer bunten Darstellung des Cup Songs (ein Lied, welches rhythmisch durch Percussions aus Trinkbechern begleitet wird). Der Höhepunkt des Programms war das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern. Zwei Schülerinne und zwei Schüler begleiteten auf der Gitarre während die Jugendlichen mit den Senioren Lieder wie ‚O du Fröhliche‘, ‚Alle Jahre wieder‘ und ‚In der Weihnachtsbäckerei‘ sagen. Zum Schluss wurden den Senioren acht schwer beladene Tabletts mit selbst gebackenen Weihnachtplätzchen überreicht.

Im Anschluss an die Weihnachtsfeier wurden Gesprächsgruppen gebildet und die Jugendlichen konnten mehr über das Leben der älteren Menschen erfahren. „Die haben ja gar keine Berührungsängste“ sagte Frau Teichmann, die Sozialpädagogin des Heims. Und das stimmte, die Schüler/innen haben schnell verstanden, wie sie mit den älteren Menschen sprechen sollten und sie so tatsächlich besser kennengelernt. Eine ältere Dame hatte so viel Freude im Gespräch, dass sie ihren zwei Schülern kurzerhand ihr Zimmer zeigte.

„Und wie kann ich Sie jetzt wieder treffen?“  fragte eine andere Bewohnerin. Kein Problem, denn so schnell der Besuch im Seniorenheim auch zu Ende ging, das Projekt geht weiter: Im Frühjahr findet ein Gegenbesuch statt. Dann werden die Schüler/innen der 7a einigen Bewohnern die Max-Planck-Realschule zeigen. So haben Jung und Alt die Chance, ihre Lebenswelt zu teilen, Vorurteile abzubauen und gegenseitiges Verständnis aufzubauen.  Die Mühe, die sich die Klasse für diese Weihnachtsfeier gemacht hatte, hat sich doppelt gelohnt, denn nicht nur die Senioren hatten Freude an diesem Treffen, auch die Jugendlichen selbst haben erfahren wie erfüllend es sein kann, anderen eine Freude zu machen.

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