Max-Planck-Realschule legt Grundlagen für eine veränderte Lernkultur

PräsentationRealschule auf eigenen Wegen – Individuelle Lernarrangements

Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft an allen Schularten, neue gesellschaftliche Megatrends und wachsende Erwartungen von Industrie und Wirtschaft stellen neue Herausforderungen an Schule und Lehrkräfte. In Anbetracht dieser spürbaren Veränderungen und dem gleichzeitig veränderten Lernverhalten der Schüler muss sich Schule die Fragen stellen: Wie werden wir heutigen Schülern in dieser veränderten Schullandschaft gerecht? Welchen Weg einer effektiven Lernkultur müssen wir gehen? Was müssen Trittsteine der Weiterentwicklung leisten?

Mit diesen grundsätzlichen Fragen an eine veränderte Lernlandschaft setzten sich alle Lehrkräfte der Max-Planck-Realschule (MPR) im Rahmen eines  Pädagogischen Tages intensiv auseinander. Dies auch im Hinblick darauf, dass ab dem kommenden Schuljahr ein für alle Schularten neuer Bildungsplan verbindlich sein wird. Inhaltlich begleitet wurde die MPR-Lehrerschaft von zwei sehr versierten Fachberaterinnen für Unterrichtsentwicklung.

Schulleiter Martin Knecht formulierte die pädagogische Grundfrage dieser Tagung: “Was müssen wir tun, damit unsere Schülerinnen und Schüler an der MPR maximal gelingende Bildungsbiografien entwickeln und individuell bestmögliche Leistungen erbringen können?“ Klar sei, so Knecht weiter, dass es nicht in den Händen der Schule liege, politische Systemvorgaben und Rahmenbedingungen wie z.B. die nicht mehr verbindliche Grundschulempfehlung, die Stundenzuweisung für individuelle Förderkonzepte, die Klassengröße etc. zu ändern. Deshalb sei es umso wichtiger, dass „wir diese Herausforderungen annehmen und unsere Schule von innen her nach unserem eigenen Plan weiterentwickeln“, so der Schulleiter.

Spezielle Fragen heutiger Unterrichtsentwicklung seien beispielsweise: Wie können die Schüler kompetent gemacht werden, ihr Lernen möglichst selbst zu steuern und zu verantworten? Wie können sich Schüler selbst als wirksam empfinden? Wie können deren Stärken noch bewusster gestärkt werden?

Grundlegende Gelingensfaktoren hierzu wurden von der Lehrerschaft in Teamarbeit herausgearbeitet und eingeübt. Eine neue Lernkultur, so die Referentinnen, sei beispielsweise nicht denkbar ohne Coachinggespräche, die den Blick der Lernenden immer wieder auf deren Lernprozess lenken: „Schaue dein Lernen an, unabhängig vom Fach“. Diese Coachingkultur habe eine sehr hohe Wirksamkeit hinsichtlich der Leistungssteigerung von Schülern nach dem Motto: „Erfolg ist das Ergebnis vieler kleiner Siege über sich selbst.“ Zur konkreten methodischen Umsetzung im Unterricht stellte die MPR-Schulleitung differenzierte Aufgabenformate vor. Diese individuellen Lernarrangements können in unterschiedlichen Niveaustufen von Schülern bearbeitet werden. Denn „nichts ist ungerechter als die Gleichbehandlung Ungleicher“, so ein Grundgedanke dieser veränderten Lernkultur. Parallel dazu sei die Unterstützung des Elternhauses unabdingbar.

Bereichert mit vielen neuen Ideen, die es jetzt im Schulalltag zu konkretisieren und mit der Einführung des neuen Bildungsplanes anzuwenden gilt, ging die Lehrerschaft und Schulleitung der MPR optimistisch gestimmt und gleichzeitig gestärkt durch die Aussage des Kultusministers: „Die Realschule ist ein Garant, die ihre Schüler in eine erfolgreiche Zukunft führt“, ins wohlverdiente Wochenende.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.mprbretten.de/max-planck-realschule-legt-grundlagen-fuer-eine-veraenderte-lernkultur/