Jan 25 2012

Mehr Rechte für Kinder

Mehr Rechte für KinderMitspieltheater für Schüler der Max-Planck-Realschule

BRETTEN. „Ausbeuterische Kinderarbeit ächten, arbeitende Kinder achten“ – unter diesem Motto stand ein besonderer Schulvormittag für zwei sechste Klassen der Max-Planck-Realschule. Das Mitspieltheater „In die Hände gespuckt“ vom WERKRAUM: Karlsruhe, das von dem Evangelischen Entwicklungsdienst, der Stiftung Umverteilen und einem Zuschuss des Elternbeirats der MPR unterstützt wurde, war ein voller Erfolg.

Die professionellen Schauspielerinnen Galina Freund und Ibadete Kadrijaj, erreichten die Schüler mit ihrem abwechslungsreichen Theater und sorgten für eine spannende Begegnung mit dem Thema Kinderarbeit. Schon nach den ersten Minuten wurde den Schülern die Aktualität des Themas bewusst, und sie erkannten, dass Kinderarbeit mitten unter uns ist. „Man kann davon ausgehen, dass in keinem Land der Welt alle Kinderrechte eingehalten werden“, so die Managerin und Projektleiterin des Werkraums, Sarah Habitzreiter.

Durch Rollenspiele erlebten die Schüler wirklichkeitsnahe Situationen. Sie durchliefen Parcours mit Stationen, an denen es galt, typische Kinderarbeiten, wie Zuckerrohrschneiden und Schuhputzen, auszuführen. Auch das Arbeiten in kolumbianischen Minen wurde in einem improvisierten Bergwerk nachgespielt. „Wie schlimm muss das erst in Wirklichkeit gewesen sein, wenn ich mir hier im engen Stollen schon weh tue?“, fragten sich Maurice (6d) und seine Mitschüler. Auf spielerische Art gelang den Schülern somit ein wertvoller Perspektivwechsel. „Die Kinder tun mir so leid, von fünf Cent kann doch keiner leben“, äußerten sich viele. Beim Mitleid blieb es aber nicht.

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