Optimaler Übergang in das Berufliche Gymnasium und die Berufskollegs

Kooperationsvertrag 2015Max-Planck-Realschule Bretten und Berufliche Schulen kooperieren

BRETTEN. G8 oder G9 lautet derzeit die Gretchenfrage in der Bildungspolitik. Als echte Alternative zu G8 oder G9 am allgemeinbildenden Gymnasium bezeichnete Martin Knecht, Schulleiter der Max-Planck-Realschule Bretten, die Möglichkeit, an sechs Jahre Realschul-Zeit weitere drei Jahre Berufliches Gymnasium anzuschließen.

Das „Neue G9″ sei Ausdruck der Chancengerechtigkeit für leistungsstarke Schüler, die individuelle Förderung durch den gesicherten Anschluss in ihrer Schullaufbahn erfahren. Anlass für diese Aussage war die neue Bildungspartnerschaft zwischen den Beruflichen Schulen Bretten mit der Max-Planck-Realschule Bretten am vergangenen Dienstag, die das Ziel verfolgt, Schülerinnen und Schülern der Realschule einen optimalen Übergang in das Berufliche Gymnasium und die Berufkollegs zu ermöglichen.
Landtagsabgeordneter Joachim Kößler unterstrich dazu in seinem Grußwort die Bedeutung des Leitsatzes der Bildungspolitik „Kein Abschluss ohne Anschluss“ für den Industriestandort Baden-Württemberg. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel verwies darauf, dass an den Beruflichen Schulen, deren Träger der Landkreis ist, bildungspolitische Ziele wie „Integration“, „Durchlässigkeit“ und Profilwahl nach Neigung“ längst Wirklichkeit seien. Das sei auch im Dualen System der Berufsausbildung gegeben, bei dem die jungen Menschen von der Realschule ebenfalls an die Beruflichen Schulen wechseln.

Oberbürgermeister Martin Wolff stellte die intensive Zusammenarbeit zwischen den beiden Schulen als Gewinn für alle dar. Die Schülerinnen und Schüler der Realschule erhalten zum einen bestes Rüstzeug für einen Übergang ohne Reibungsverluste in das Berufliche Gymnasium oder ein Berufskolleg. Zum anderen kommen
gut vorbereitete, motivierte junge Menschen an die Beruflichen Schulen. Als Schulträger der Realschule begrüßte er die neue Allianz als weise und nachhaltige Entscheidung zugunsten der Schulen, der Schüler und der Stadt Bretten. Die Schülerinnen Lena Hinderer und Hadice Hussein, die den Weg von der Realschule an das Sozial- und Gesundheitswissenschaftliche Gymnasium an den Beruflichen Schulen Bretten schon gegangen sind, beschrieben in einem „Stegreif-Telefonat“ die Entwicklung ihrer Ängste und Sorgen vor dem Schulwechsel hin zur Erleichterung und zum entspannten Umgang im jetzigen Schulalltag ein Jahr vor dem Abitur. „Die Kooperation soll wie eine Brücke sein, über die die Schüler beim Schulwechsel bestmöglich vorbereitet gehen“, erläuterte Barbara Sellin, Schulleiterin der Beruflichen Schulen Bretten. Durch Schnupperbesuche und von den Lehrerkollegien beider Schulen erarbeiteten methodisch-didaktische Konzepte für die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch und Naturwissenschaften, sollen die Jugendlichen wissen, was sie von hier mitnehmen und dort sicher brauchen.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.mprbretten.de/optimaler-uebergang-in-das-berufliche-gymnasium-und-die-berufskollegs/