Leckere Welsh cakes aus der Backstube

Wales 2015Schüler der Max-Planck-Realschule besuchten Pontypool / Begrüßung durch Offizielle

Bretten (BNN). „Da muss ich wieder hin“, das waren die Worte von Melina, Schülerin der 9d der MPR, als sie nach einer Woche in Wales wieder in Bretten aus dem Bus stieg. Die restlose Begeisterung konnte man in den Gesichtern der 43 teilnehmenden Schüler sehen, als sie wieder von ihren Eltern begrüßt wurden. Unter der Leitung von Silke Maier, Wolfgang Dresler und Silvia Perez hatte in der Woche vom 3. bis zum 10. Mai die Wales-Fahrt der Brettener Realschule stattgefunden.

Wie jedes Jahr stand zunächst London auf dem Programm. Eine Fahrt mit dem Doppeldeckerbus war für viele Schüler ein Höhepunkt des Tages. Am Tower stieg man aus und fuhr mit dem Schiff auf der Themse zum Westminster Pier. Eintauchen konnten die Schüler dann in die asiatische Welt, da man zur Mittagspause in den verschiedenen Lokalen von China Town einkehrte. Aber auch Buckingham Palace, Green Park und Trafalgar Square standen auf dem Programm.

In Wales angekommen, besuchten die Schüler am nächsten Tag die Westmonmouth School in Pontypool, der Partnerstadt von Bretten. Nach einer Begrüßung durch Vertreter des Gemeinderats erlebten die Schüler eine Unterrichtsstunde in walisischer Sprache und lernten selbst auch einige „Welsh words“. Auch die Geschichten um die Bedeutung des roten Drachen auf dem walisischen Wappen wurden erzählt. Lily war von einem anderen Programmpunkt begeistert. „Ich fand es toll, dass die walisischen Hauswirtschaftslehrerinnen mit uns Welsh cakes gebacken haben. Das hat viel Spaß gemacht. Und die Kekse haben superlecker geschmeckt.“

Am Mittwoch besuchte man das Bergwerk Big Pit. 90 Meter ging es mit dem Aufzug in die Tiefe, ausgerüstet mit Helm und Taschenlampe wurden die Schüler in kleinen Gruppen von ehemaligen Bergarbeitern durch die dunklen Gänge geführt. In der einstündigen Führung wurden die Schüler über den Kohleabbau bzw. über die Arbeitsbedingungen der Bergarbeiter informiert. Viele Jugendliche waren tief betroffen, was sich immer wieder durch ihre interessierten Fragen zeigte. Vor allem die Tatsache, dass viele Kleinkinder und Kinder damals in diesem Bergwerken arbeiten mussten, machte viele Schüler nachdenklich.

Einer der Höhepunkte der diesjährigen Walesfahrt war sicherlich die Erkundung der Westküste von Wales. Zunächst besuchte man das Hafenstädtchen Tenby, ein bunter Farbtupfer an der wilden Küstenlandschaft. Pastellfarbene Häuser umsäumen den Hafen, das Städtchen selbst ist von zwei herrlichen Sandstränden umgeben. Die Sonne war den MPR-Schülern wohl gesonnen, so dass sie sich später bei 14 Grad Außentemperatur in die Fluten des Meeres am Strand von Rhossili Beach stürzten. Man spielte Fußball, Indiaca, baute Dämme, machte Strandwanderungen, die eiskalten Temperaturen konnten den Brettenern nichts anhaben.

Auf dem Heimweg wurde dann, wie jedes Jahr, Canterbury mit seiner eindrucksvollen Kathedrale besucht. „Canterbury gefällt mir so gut, weil es richtig gemütlich ist“, meinte Marius. „Die engen Gassen, die netten Fachwerkhäuser, all die Souvenirshops und Cafés, hier könnte ich Tage verbringen.“ Lennart schwärmte von den unzähligen „joke shops“, wo er sich mit Scherzartikeln eindeckte.

Ein voller Erfolg war die Wales Fahrt im Jahreskalender der Max-Planck-Realschule und die Tradition der jährlichen Fahrten nach Großbritannien wird in den Sommerferien durch eine Fahrt nach Hastings in Süd-England fortgesetzt. Die Englischlehrerin Silke Maier ist sich sicher:“ Einen besseren Sprachunterricht gibt es nicht. Die Schüler können in realen Situationen anwenden, was sie bereits in der Schule gelernt haben.“

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