Wir sind dann mal weg – Realschüler als Pilger unterwegs

Pilgertag 2016Bewusst gehen, bewusst die Umgebung und sich selbst wahrnehmen, den Alltag entschleunigen. Ganz nach Konfuzius Zitat „Der Weg ist das Ziel“, machten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a und 6b der Max-Planck-Realschule (MPR) in Bretten und Umgebung auf den Weg. Wie es sich für „richtige“ Pilgerinnen und Pilger gehört, hatten die Schüler einen Pilgerpass und natürlich eine Jakobsmuschel, das Zeichen der Pilger, dabei.

An einem langen Stab befestigt, durfte sie an der Spitze des Pilgertrosses vorausgetragen werden – eine Aufgabe, die mit großem Selbstbewusstsein erfüllt wurde.

Ausgehend von der Kirche St. Elisabeth in Bretten ging es über die evangelische Kirche in Rinklingen weiter zur evangelischen Kirche in Diedelsheim, dann zur katholischen Kirche St. Stephanus in Diedelsheim und wieder zurück nach Bretten in die katholische Kirche St. Laurentius. Abschließend versammelten sich alle in der evangelische Stiftskirche.

Also ein wunderbarer gemeinsamer Weg, der in großer ökumenischer Verbundenheit gegangen wurde und in den jeweiligen Kirchen mit verschiedenen Meditations- bzw. Andachtsmomenten, einem selbstgestalteten Gottesdienst und Informationen gefüllt wurde.

Von den Religionslehrerinnen Christa Franck und Maria Hauser begleitet, war das „Teilen“ sowohl in einer Andacht, als auch beim gemeinsamen Essen ein zentraler Punkt. Dass dieser Gedanke auf fruchtbaren Boden gefallen war, zeigte die Aussage einer Schülerin, die überlegte, ob man nicht auch Gefühle teilen könne.

Überhaupt: Diese Art von Religionsunterricht bot ganz neue Möglichkeiten für Gespräche, Erfahrungen und Interaktion. Begeistert zeigten sich viele auch über die sehr abwechslungsreichen Wege durch Wiesen, Wäldchen, Felder, den Rosengarten und die Rast am Weckerlesbrünnle. „Wo ist das genau? Da möchten wir mit unseren Eltern mal am Wochenende her kommen.“

Gab es bei der Planung noch Bedenken über die Länge der Wegstrecke, so zeigte sich im Nachhinein, dass sie genau richtig war.  Der  Stolz der Scjüler, sich „durchgekämpft“ zu haben, überwog. Viele hätten gerne sogar noch die Moschee besucht! Ein Gedanke, der zukünftig beachtet wird, schließlich ist der Islam auch Teil des christlichen Religionsunterrichts.

In diesem Jahr endete der Pilgertag mit einem „Brief an Gott“, einem kostbaren Salböl zur Segnung, einem Gebet des heiligen Franziskus und dem Eindruck, in großer Gemeinschaft etwas Besonderes erlebt zu haben.

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