Zehntklässler der Max-Planck-Realschule überzeugt die Jury

Melanchthonpreis 2015Daniel Bouhlel erhält Melanchthon-Schülerpreis

Reiber übergibt 5 000 Euro an Stiftung

Bretten. Der Träger des MelanchthonSchülerpreises heißt Daniel Bouhlel. Die Entscheidung sei der Jury nicht leicht gefallen, sagte deren Vorsitzender, Professor Werner Schnatterbeck, bei der Preisverleihung am Montagabend in der Gedächtnishalle des Melanchthonhauses.
Mit seinem Gesamtnotendurchschnitt von 1,4 habe der Zehntklässler der Max-Planck-Realschule (MPR) beiwesen, „dass außerunterrichtliches Engagement überzeugend mit guten schulischen Leistungen einhergehen kann“, so Schnatterbeck in seiner Laudatio. Die zwei Säulen des Tuns für Andere seien die Schülermitverwaltung und der Sport, wobei er als Schwimmtrainer wirke. Klassensprecher, Schülersprecher, Organisator von vielfältigen Aktivitäten, Moderator seien Aufgaben, die der junge Brettener gerne übernommen habe. Und auch bei der Ausgestaltung des Schulgeländes oder beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Schule habe er mitgewirkt. Schließlich habe er Geschick bei der Bearbeitung von auftretenden Konflikten bewiesen und sich zum Schülermentor ausbilden lassen. Schnatterbeck: „Alles in allem: Eine beeindruckende Persönlichkeit.“
Dass für ihn „Bildung mehr ist als Sachkompetenz und Ausbildung“, hatte der einstige Schulpräsident an den Beginn seiner Ausführungen gestellt. Er sei froh, bereits zum fünften Mal diesen Preis vergeben zu dürfen.
Oberbürgermeister Martin Wolff verwies auf die Grundanforderungen für den mit 750 Euro dotierten Schülerpreis: Es genüge nicht, Spezialistenkenntnisse zum Thema Melanchthon zu haben, sondern es würden auch herausragende schulische Leistungen und ein ausgeprägtes ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft und eine fundierte Allgemeinbildung erwartet. Diese Voraussetzungen seien „ganz im Sinne Melanchthons, dessen Erziehungsziel ein vielseitig gebildeter Mensch mit Bürgersinn war“, sagte Wolff.
Um die „wunderbare Idee des Schülerpreises“, die der ehemalige Landtagsabgeordnete Franz Wieser gehabt habe, auch künftig zu stärken, über reichte Hans-Joachim Reiber, Vorsitzender des Melanchthonvereins, einen Scheck über 5 000 Euro, die aus den Erträgen der Geschwister-Wagner-Stiftung stammten, an den Chef der Schülerpreis-Stiftung, Jürgen Fetzner. Stiftungsvorstand Joachim Kößler erinnerte in seinem Schlusswort daran, dass die Stiftung in diesem Jahr erstmals auch den Melanchthon-Kunstpreis ausgelobt habe und dankte erneut den teilnehmenden Schulen.
Und der Preisträger? Der dankte vor allem seinem Rektor Martin Knecht, seiner Mama und seinem Bruder: „Hätten die mich nicht manchmal so angeschubst, wär das nix geworden.“
Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung vom MGB – mit Elvira Zorn und Desiree Renz (Violine), Jan Scheuble (Tenorsaxofon) und Lehrerin Ursula Heymanns am Klavier.

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