Zwischen Großstadtfieber und Natur

Südengland 2015Schüler der Max-Planck-Realschule eine Woche lang unterwegs in Südengland

Bretten / Südengland (BNN). Inzwischen ist es schon Tradition an der Max-Planck-Realschule, die alljährlich stattfindende Fahrt nach Südengland in der ersten Woche der Sommerferien. Über 50 Schüler nahmen an der Reise teil, die von Silke Maier, Julian Port, Christoph Hellmuth, Monika Milling und Julian Dambach geleitet wurde. Untergebracht waren die Schüler in Gastfamilien in Hastings in East-Sussex. Das geschäftige Seebad hat eine wunderschöne Altstadt und eine viktorianische Strandpromenade. Hier wurde Geschichte geschrieben durch William the Conqueror, der in 1066 in der Nähe von Hastings landete und England im Sturm eroberte. Daher war es klar, dass die Schülergruppe Battle besuchte, den Ort, an dem William the Conqueror erfolgreich war. Hier erlebten die Schüler einen Geschichtsunterricht der besonderen Art. Unterstützt von audio guides lief man über Wiesen und Felder und wurde an einzelnen Stationen immer wieder über die historischen Details aufgeklärt. Natürlich stand auch London auf dem Programm. Nach einer Bootsfahrt auf der Themse unternahm man eine  allgemeine Stadtbesichtigung, bei der Big Ben, Westminster Abbey, Buckingham Palace, China Town usw. besucht wurden. Am zweiten Tag in London verbrachte die eine Gruppe ihre Zeit auf der Tower Bridge und bei Madame Tussauds, während die andere Gruppe Camden Market besuchte und eine Bootsfahrt auf dem Regents Canal nach Little Venice unternahm. Dieser zweite Tag wird allen Beteiligten für immer in Erinnerung bleiben, streikten doch die U-Bahnen und der ganze Nahverkehr in London brach zusammen. Was zur Folge hatte, dass die Schüler zwischen 15 und 18 Kilometer an diesem Tag liefen. Obwohl Schüler normalerweise von solch „Gewaltmärschen“ nichts sehr begeistert sind, hörte man niemanden lamentieren. Vielmehr staunten doch viele, was London alles für unterschiedliche Facetten zu bieten hat. Erholung war dann am nächsten Tag in dem beschaulichen Seebad Brighton angesagt. Alles nicht so hektisch, alles etwas ruhiger. Viele vergnügten sich auf dem Pier von Brighton beim dortigen Rummel, andere gingen shoppen, wieder andere genossen den Strand. Der Royal Pavillon in Brighton, eines der seltsamsten und merkwürdigsten Bauwerke Englands,  war Pflichtprogramm für alle. Von außen ähnelt er einem riesigen indischen Mogulpalast, innen sind die prunkvollen Räume im chinesischen Stil eingerichtet. Die Schüler waren fasziniert von dieser fremdartigen Welt und einige genossen später auf dem Balkon des Pavillons scones und tea und fühlten sich zurückversetzt in die Zeit von George IV, dem damaligen Erbauer des Palastes. Hatte man am ersten Tag schon zu frühmorgendlicher Stunde die Klippen von Dover erwandert, besuchten die Schüler am Freitag die Seven Sisters, die berühmten Kreidefelsen von Südengland. Bei einer sehr steifen Brise kostete es ganz schön Anstrengung, diese Wanderung zu bewältigen. Gestärkt von einem Picknick, bei dem Würstchen für die Gruppe gegrillt wurden, bewältigte man aber auch diese Herausforderung. Als es am letzten Tag nach Canterbury und dem Sandstrand Camber Sands hieß, Abschied zu nehmen von der Insel, hätte sicher manch einer noch gerne diese Englandwoche verlängert. Da aber die Wales- und Südengland-Fahrten mittlerweile fest im Schulprogramm der Max-Planck-Realschule verankert sind, weiß man ja, dass es nächstes Jahr ein Wiedersehen geben kann. Wie sagte Anna Graessel, Schülerin der Klasse 8,  zum Abschluss: „Ich bin nächstes Jahr wieder dabei.“

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