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„Verrückt genial – oder genial verrückt?“ – Die 9a erlebt Die Physiker

2 Minuten

Ein Theaterabend, der alles hatte: Spannung, Witz, Wahnsinn – und jede Menge Stoff zum Nachdenken. Die Klasse 9a der Max-Planck Realschule besuchte mit ihren Lehrern Bernd Stäblein und Stefanie Bregler das Badische Staatstheater Karlsruhe, um Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“ zu sehen.

Schon die ersten Szenen sorgten für Staunen: Drei Physiker, die sich für Newton, Einstein und Möbius halten, leben in einer Nervenheilanstalt. Doch schnell merkt das Publikum, dass hier niemand wirklich „verrückt“ ist – oder vielleicht doch? „Ich fand es total spannend, wie verrückt logisch alles am Ende wurde!“, meinte Lara nach der Vorstellung lachend.

Besonders beeindruckte die Klasse Fräulein Dr. von Zahnd, die scheinbar fürsorgliche Leiterin der Anstalt, die sich schließlich als skrupellose Strippenzieherin entpuppt. „Ich hätte nie gedacht, dass sie die wahre Gefahr ist – das war richtig krass!“, sagte Gabriel begeistert. Ihre Rolle wirft eine entscheidende Frage auf: Wer trägt Verantwortung für wissenschaftliche Erkenntnisse – der Forscher selbst oder die Gesellschaft, die sie nutzt (oder missbraucht)?

In den anschließenden Gesprächen ging es heiß her. Viele Schüler zogen Parallelen zu aktuellen Themen wie Künstlicher Intelligenz, autonomen Waffensystemen oder Klonen. „Wenn schon Newton und Einstein im Irrenhaus landen – was würde wohl mit heutigen Forschern passieren, wenn ihre Erfindungen zu mächtig werden?“, fragte Gabriel nachdenklich.

Die packende Inszenierung, das schlichte, aber effektvolle Bühnenbild und das eindrucksvolle Spiel der Schauspieler machten Dürrenmatts Tragikomödie zu einem echten Erlebnis. Zwischen Lachen und Gänsehaut blieb am Ende vor allem eines: die Erkenntnis, dass wissenschaftlicher Fortschritt immer Verantwortung bedeutet – damals wie heute.

Ein unvergesslicher Abend für die 9a – und reichlich Stoff, um weiterzudenken.