Kategorienarchiv: Presseartikel

Presseartikel über die Max-Planck-Realschule

Jugendliche in Bretten engagieren sich für den Frieden

Der Krieg kommt näher. Das spüren auch drei Schüler der Max-Planck-Realschule in Bretten. Am Sonntag sprechen sie auf dem Friedhof darüber, was Frieden und Demokratie für sie bedeutet.

Fürsprecher für den Frieden: Gleich zweimal halten Noah Glöckler, David Hieger und Constantin Schneidereit (von links) eine Rede bei den Brettener Friedenstagen. Foto: Catrin Dederichs

Was bedeutet Frieden für eine Generation, die oft kein größeres Problem kennt als ein schlechtes Internet? Wie erleben Jugendliche in Bretten den Krieg in der Ukraine? Und was hat ihr Leben noch mit den beiden Weltkriegen im vergangenen Jahrtausend zu tun?

Drei Zehntklässler der Max-Planck-Realschule (MPR) befassen sich seit Wochen intensiv mit diesen Fragen. Ihre Gedanken dazu haben David Hiegler, Noah Glöckler und Constantin Schneidereit in den Ferien zusammengeschrieben.

Was dabei herausgekommen ist, präsentieren sie gleich zweimal bei den Brettener Friedenstagen: zuerst beim Volkstrauertag und eine gute Woche später beim Lichterzug für den Frieden.

Brettener Schüler wollen ihre Sicht auf den Krieg vermitteln

„Uns geht es vor allem um Wertschätzung in unserer Generation“, sagt Constantin. „Für viele ist es so selbstverständlich, dass wir morgens aufstehen und alles ist gut.“ Mit ihren Beiträgen wollen die Schüler den Brettener Bürgern außerdem ihre Sicht auf den Krieg vermitteln, wie David sagt. „Weil wir nie Krieg miterlebt haben, ist unsere Perspektive anders als die mancher Besucher, die beim Volkstrauertag dabei sind.“

«Für viele ist es so selbstverständlich, dass wir morgens aufstehen und alles ist gut.»

Constantin Schneidereit, Schüler der Max-Planck-Realschule
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Jugendliche drücken in den Ferien die Schulbank

In den beiden Sommerschulen in Bretten und Oberderdingen übersteigt die Nachfrage das Angebot

Digital unterwegs: Im Mathe-Unterricht erstellen die Schüler Lernvideos. Darin erklären sie Themen, die ihnen vor der Wiederholung schwergefallen sind. Foto: Catrin Dederichs

Bretten. Mathe, Deutsch und Englisch pauken in den Ferien? Freiwillig? 30 Schüler der Max-Planck-Realschule (MPR) in Bretten machen das tatsächlich. Jeden Tag um 8.15 Uhr stehen sie in der letzten Woche der Sommerferien auf der Matte und wiederholen den Stoff der siebten oder achten Klasse. Mit sturem Frontalunterricht hat die Sommerschule allerdings nichts zu tun. Vielmehr erstellen die Jugendlichen an iPads Lernvideos oder setzen Puzzles zusammen und lösen Rätsel. Diese sind auf Englisch. Die Schüler sind schließlich nicht zum Spaß da – jedenfalls nicht ausschließlich.

Seit drei Jahren bietet die MPR vor Beginn des neuen Schuljahres Zusatzunterricht an, sagt Rektorin Angela Knapp. Morgens um 8.30 Uhr geht es los, nachmittags um 16.30 Uhr fahren die Schüler nach Hause. Trotz des langen Tages übersteige die Nachfrage stets das Angebot – auf Schüler- und auf Lehrerseite. „Manche werden von den Eltern geschickt, aber die meisten kommen tatsächlich freiwillig“, sagt Knapp. Häufig seien es schwache Schüler. Aber auch sehr gute nutzten die Chance, mit kleinem Vorsprung ins neue Schuljahr zu starten. Der 13-jährige Ibrahim Kalemer hat sich aus eigenem Antrieb um einen Platz beworben. „Ansonsten liege ich sowieso zu Hause und zocke“, sagt er. Da mache ihm die Zeit in der Schule mit seinen Freunden mehr Spaß. „Und außerdem will ich meine Noten verbessern, denn letztes Jahr waren sie nicht so gut.“

Weniger freiwillig kommt dagegen Maria-Nicol Blaga. „Das war die Idee meiner Mutter“, erzählt die Zwölfjährige. Mutters Idee war jedenfalls erfolgreich: „In Mathe habe ich nun die Bruchrechnung verstanden“, sagt Blaga. Auch Dilara Aparicio hat erste Lernlücken geschlossen. „Meine Noten waren zwar okay, aber gerade in Deutsch könnten sie besser sein“, sagt sie. Dank der Wiederholung halte sie die Zeitformen jetzt auseinander. Neben dem eigentlichen Lernen steht aber tatsächlich Spaß auf dem Stundenplan. Zwischen den Unterrichtseinheiten essen Schüler und Lehrer gemeinsam. Frühstück kommt von einer örtlichen Bäckerei, Spaghetti Bolognese oder Chicken Nuggets liefert ein Caterer. Außerdem arbeiten Theaterpädagogen mit den Kindern an einer Aufführung und der Künstler René Sulzer führt die Schüler in die Graffiti-Technik ein.

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 Goldmedaille geht nach Bretten

MPR Schüler erfolgreich beim Kochwettbewerb in Neuenburg

„An die Kochlöffel fertig – los!“, hieß es am vergangenen Mittwoch auf der Landesgartenschau in Neuenburg. Die AOK hatte zusammen mit Slow-Food Deutschland e.V. und der Meistervereinigung Gastronom e.V. zu einem spannenden Kochwettbewerb eingeladen.

Mit der Unterstützung des Fördervereins haben sich die siegreichen Nachwuchsköche Namid Chiera, Alissa Knittel, Chantal Hagenlocher und Evelyn Ostroverh von der Max-Planck-Realschule unter Leitung ihres Lehrers Stephan Nagel auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Wurde zuerst in der Schulküche der MPR fleißig geübt, war man dann in wöchentlich in der Restaurantküche von Guy Graessel zu Gast. „Das war schon etwas Besonderes, unter den Augen von Herrn Graessel zu kochen,“ meinte Alissa im Nachhinein. Und Evelyn war begeistert von all den Kräutern aus dem Graessel`schen Kräutergarten. „Viele der Kräuter habe ich gar nicht gekannt. Aber was die für einen Geschmack gegeben haben- mega“, erzählte Evelyn.

Zusammen entschied man sich für das Gericht „Linsengetreideküchlein auf handgeschabten Spätzle mit buntem Gemüse vom Brettener Wochenmarkt und einer Kräutersahnesoße“. Sicherlich waren einzelne Komponenten dieses Gerichts eine Herausforderung, doch mit Tipps von Herrn Graessel und Herrn Nagel und mit viel Übung beherrschten die Schüler kurz vor Wettbewerbsbeginn sogar die hohe Kunst des Spätzleschabens.

Unterstützt von ihren Mitschülern im Publikum und unter den Augen von Stephan Nagel und Guy Graessel zeigten die Nachwuchsköche dann ihr Können beim Kochwettbewerb. Regional, saisonal, nachhaltig- und mit diesen Punkten konnten die Brettener die Jury überzeugen. 45 Minuten hatten sie Zeit, ihr Gericht zu kochen und sie ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Immer wieder beantworteten sie Fragen des Moderators zu ihren Gerichten und erklärten auch die Produkte, mit denen sie kochten. Und nachdem die Jury Kostproben des Gerichts probiert hatte, war klar, dass die Goldmedaille an die MPR ging. Nach dem Wettbewerb erkundeten die Schüler noch das Gelände der Landesgartenschau, bevor es mit dem Zug wieder Richtung Heimat ging. Stephan Nagel und Guy Graessel zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und betonten, wie wichtig es doch sei, Kinder und Jugendliche an gesunde Essgewohnheiten heranzuführen. Und vielleicht wird ja noch aus dem einen oder anderen im späteren Leben ein Starkoch bzw. eine Starköchin.

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93 Schüler erhalten bei Entlassfeier Abschlusszeugnis der Max-Planck-Realschule

Preisträger 2022

30 offizielle Auszeichnungen / Lukas Brauch Schulbester mit 1,1

In einer stimmungsvollen Abschlussfeier erhielten nun 88 Schülerinnen und Schüler der Max-Planck-Realschule (MPR) das Zeugnis der Mittleren Reife, 5 Schülerinnen und Schüler konnten ihr Hauptschulzeugnis entgegennehmen. Die stellvertretende Schulleiterin Christine Karch begrüßte die Abschlussschüler und deren Familien und gratulierte zum erreichten Abschluss. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass diese Entlassfeier wieder in größerem Rahmen im Grüner gefeiert werden konnte. Gefeiert wurde der Erfolg aller Schüler, besonders erfolgreich waren 16 Schülerinnen und Schüler gewesen, bei ihnen stand im Notendurchschnitt die 1 vor dem Komma. Diese Schüler wurden später mit Lob und Buchpreisen geehrt. Lukas Brauch beeindruckte besonders mit einem Notendurchschnitt im Realschulabschlusszeugnis von 1,1.

Schulleiterin Angela Knapp resümierte an diesem Abend in ihrer Rede, welche Herausforderungen sich dieser Jahrgang an der MPR stellen musste. Dreieinhalb Jahre hatten sie gelernt, miteinander gearbeitet, Klassenausflüge erlebt und gemeinsam bei Schulfesten gefeiert und dann legte Corona fast alle Aktivitäten lahm- bundesweite Schulschließungen. In dieser Zeit mussten die heutigen Abschlussschüler selbst die Energie und Disziplin aufbringen, um ihr Lernen zu organisieren, sich zu motivieren und selbstverantwortlich zu arbeiten. Kontakt mit Mitschülern und Lehrern waren nur per Mail, Videokonferenz und per Telefon möglich. Auch die dann folgenden Jahre waren geprägt von ständigen Veränderungen. Um so beeindruckender also, dass die Schüler es trotz der großen Schwierigkeiten geschafft hatten, ihre Prüfungen so gut abzulegen und das Zeugnis der Mittleren Reife zu erwerben. Knapp gab den Schülern aber auch gute Wünsche für die Zukunft mit, denn die Zeichen der Zeit stehen auf Zeitenwende. Hätte Schulleiterin Knapp eine Firma, dann würde sie genau solches Personal suchen wie die Schülerinnen und Schüler, die an diesem Abend vor ihr saßen. Denn sie zeichnen sich neben den fachlichen und digitalen Kompetenzen durch Flexibilität, Ausdauer, Selbständigkeit, Widerstands- und Kommunikationsfähigkeit aus.

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 Eine ausgebremste Generation? – Schülerin der MPR gewinnt Preis des Landtages

„Kommt Homeschooling erneut? Werden wir alle wieder zu Hause betreut? Wird die Impfung Pflicht und was dann?“, so lauten die ersten Verse des Gedichts von Vidya Krishnani.

Die Schülerin der Max-Planck Realschule hat einen 3. Preis beim 64. Schülerwettbewerb des Landtags von Baden-Württemberg gewonnen.

Wie präsent die Pandemie in den Köpfen der Jugendlichen immer noch ist, zeigt die Auswertung des 64. Schülerwettbewerbs des Landtages von Baden-Württemberg. Über 300 Schülerinnen und Schüler haben sich in ihren Beiträgen mit Fragen rund um Corona auseinandergesetzt.

Vidya Krishnani aus der 9e, die während des Wettbewerbs von dem Gemeinschaftskundelehrer Goran Elcic betreut wurde, beschreibt, wie Jugendliche die Situation im Frühjahr 2020 erlebt haben, „Am Anfang war das Virus ganz weit weg, dann hat es sich verteilt und plötzlich war es da. Hier direkt bei uns – in Bretten – in unserer MPR. Wir konnten es gar nicht fassen. Alles ging so schnell und unsere Schule war plötzlich geschlossen.“

Die Schülerin hat ihre Erlebnisse und Erfahrungen in einem Gedicht umgesetzt. Der Lohn der kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik war ein dritter Platz.

Ansgar Mayr, Landtagsabgeordneter der CDU, der am vergangenen Freitag zu Besuch an der MPR war, ließ es sich nicht nehmen, der Schülerin den Preis persönlich zu übergeben.

Muhterem Aras, die Präsidentin des baden-württembergischen Landtags, ermuntert die Schülerinnen und Schüler, sich weiterhin Gedanken zu machen, sich einzumischen und für die eigenen Ideen einzutreten. „Stellen wir uns Demokratie als Mosaik vor. Die Beiträge der Schüler sind wie kleine Mosaiksteine, die helfen, dieses Mosaik zusammenzusetzen.“

Um Demokratie noch intensiver und konkreter zu erleben, lud der Landtagsabgeordnete Ansgar Mayr die Klasse der Gewinnerin in den Landtag nach Stuttgart ein.

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Max-Planck-Realschüler laufen für den guten Zweck „bis in die Ukraine“

Schüler überreichen Johanna Kreppein 1000-Euro-Spende

2000 Euro-Spende für Unicef und ukrainische Familien

Ganze 2000 Euro sind beim Spendenlauf der Max-Planck-Realschule vor einigen Wochen erlaufen worden. An einem Vormittag hatten 422 Realschüler der Klassen 5-9 teilgenommen und waren insgesamt 5600 Runden gelaufen. Die Lehrer schafften 220 Runden, wobei eine Runde 400 Metern entspricht. So kamen nun 2328 Kilometern zusammen, was tatsächlich der Strecke von Deutschland in die Ukraine entspricht, wo auch ein Teil des erlaufenen Geldes hingeht. Die Volksbank Bruchsal Bretten und die Sparkasse Kraichgau, beides Kooperationspartner der Brettener Realschule in Sachen Berufsorientierung, hatten sich im Vorfeld sofort bereit erklärt, jede gelaufene Runde mit 20 Cent zu belohnen. Nun fand die Spendenübergabe an die Brettener Johanna Kreppein, Begründerin der Initiative „Straßenkinder Ukraine“, statt.  

Der Spendenlauf war eine weitere Aktion der Brettener Realschule, die sich seit dem Beginn des Ukrainekrieges in vielfältiger Weise für Frieden einsetzt. Neben Solidaritätsbekundungen entstand nun der Wunsch, aktiv etwas zu tun. Die Idee, Planung und Durchführung des Spendenlaufs übernahmen Lehramtsanwärter Johannes Bernhard, die Klasse 9b mit Klassenlehrerin Silke Maier und die SMV der Schule. Auch der Förderverein der MPR hatte sich sofort solidarisch gezeigt und hatte 500 Euro in den Spendentopf geworfen. Die verantwortliche Klasse verkaufte am Tag des Laufes Getränke und spendete ebenfalls ihren Gewinn. So kamen mit zusätzlichen privaten Spenden weitere 500 Euro zur Spendensumme.

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Geschichte vor Ort erleben

Klassenfahrt 9A/9B 27.4. – 28.4.2022

Reichsparteitagsgelände – Nürnberg

Geschichte vor Ort erleben- Exkursion der Klassen 9A und 9B der MPR nach Dachau und Nürnberg

Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht.”

Dieses Zitat von Max Mannheimer, Holocaust-Überlebender, der im Jahre 2016 starb, kommt den Schülerinnen und Schülern der beiden Klassen in den Sinn, als sie am 27.4.2022 das Eingangstor mit der zynischen Aufschrift „Arbeit macht frei“ des ehemaligen Konzentrationslagers in Dachau vor den Türen Münchens erreichen. Hier mussten über 40000 Menschen ihr Leben lassen.

Kalter Wind begrüßt die Klassen auf dem riesigen Appellplatz und lässt erahnen, was die Inhaftierten bei jedem Wetter zweimal am Tag erdulden mussten. Manchmal auch länger, wenn sie so lange stehen mussten, bis ein geflohener Häftling wieder von den SS-Schergen gefangen wurde.

Der Blick auf die schiere Größe des Lagers, Stacheldraht, die Baracken, die Wachtürme und das Krematorium löst bei den Schülern Beklemmung und Fassungslosigkeit aus. „Ich frage mich, wie Menschen anderen Menschen so viel Leid antun können“, drückt Constantin Schneidereit aus der 9A seine Gefühlslage aus.

Monika Lücking, vom Verein ‚Zum Beispiel Dachau‘, die die Schulklassen durch das Lager führt, bringt den Schülerinnen und Schülern den unerträglichen Alltag der Insassen nahe und berührt vor allem mit ihren Ausführungen zu den Methoden, die Gefangenen zu quälen und zu foltern. Die 3 B – Bock, Baum und Bunker. Die Häftlinge wurden verprügelt, eingesperrt oder mit an nach hinten zusammengebundenen Händen an die Decke gehängt. Willkür und Demütigungen waren an der Tagesordnung. Die Klassen verlassen nach gut drei Stunden den Ort, der für viele Menschen vor 80 Jahren die Hölle gewesen ist und fahren nach Nürnberg.

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